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Beschreibung:

In diesem Artikel wird beschrieben, wie Sie ein Firmware-Update bei LANCOM Geräten durchführen, bei denen zwischen der alten und der neuen Firmware ein großer Versionsunterschied besteht (z.B. Update von LCOS 8.x auf LCOS 10.x).

In neuen LCOS Versionen sind Konverter enthalten, welche bei Bedarf geänderte Konfigurationsparameter in die entsprechenden Parameter der neuen LCOS Version überführen. Bei einem direkten LCOS Update über mehrere Versionen (z.B. von LCOS 8.x auf LCOS 10.x) überarbeiten diese Konverter die Konfiguration des LANCOM Gerätes kumulativ.

Ein Firmware-Downgrade kann nicht über Konverter abgebildet werden.

Standard-Einstellungen, welche in neuen LCOS Versionen andere Parameter aufweisen, werden von den Konvertern nicht geändert. Hierdurch wird sichergestellt, dass gemeinsam genutzte Standard-Parameter (z.B.Standard-Verschlüsselungs-Algorithmen in einer VPN-Verbindung) auch nach einem LCOS update nicht verändert werden und u.a. VPN Verbindungen somit funktionsfähig bleiben.

Die Standard-Einstellungen einer neuen LCOS Version werden nach einem LCOS Update erst wirksam, nachdem das Gerät in den Werkszustand zurück gesetzt wurde.

LANCOM Systems empfiehlt, vor einem Werksreset die bestehende Konfiguration des LANCOM Gerätes in eine Skript-Datei zu speichern und diese nach dem Werksreset wieder in das Gerät einzuspielen und zu überprüfen (siehe Schritt 4).

Diese Vorgehensweise wird im Folgenden beschrieben.


Voraussetzungen:


Vorgehensweise:

1. Erstellen einer Skript-Sicherung:

Sie können eine Skript-Sicherung entweder per LANconfig oder über das WEBconfig durchführen. Beide Vorgehensweisen werden hier beschrieben.


1.1 Erstellen einer Skript-Sicherung per LANconfig:

1.1.1 Markieren Sie den Router in LANconfig, führen einen Rechtsklick aus und wählen im Kontextmenü Konfigurations-Verwaltung → Als Skript-Datei sichern aus.

1.1.2 Belassen Sie die Auswahl auf den Standard-Werten, sodass nur Spalten-Namen und Kommentare ausgewählt ist.

Die Option Standard-Werte darf auf keinen Fall ausgewählt werden und die Option Spalten-Namen muss gesetzt sein, da es ansonsten gegebenenfalls zu Fehlern bei der anschließenden Übernahme der Konfiguration kommen kann! 

Die Option Standard-Werte darf auch aus dem Grund nicht ausgewählt werden, da in aktuelleren Firmware-Versionen viele Standard-Einstellungen zugunsten einer höheren Sicherheit abgeändert wurden!


1.2 Erstellen einer Skript-Sicherung per WEBconfig:

1.2.1 Verbinden Sie sich mit dem Router per WEBconfig und wechseln in das Menü Extras → Dateimanagement → Konfigurations-Skript speichern.

1.2.2 Hinterlegen Sie bei zusätzliche Parameter die Parameter -i und -c.

Der Parameter -d darf auf keinen Fall hinterlegt werden und der Parameter -i muss gesetzt sein, da es ansonsten gegebenenfalls zu Fehlern bei der anschließenden Übernahme der Konfiguration kommen kann!

Der Parameter -d darf auch aus dem Grund nicht ausgewählt werden, da in aktuelleren Firmware-Versionen viele Standard-Einstellungen zugunsten einer höheren Sicherheit abgeändert wurden!


2. Zurücksetzen des Gerätes in den Werkszustand:

Setzen Sie das Gerät über den Reset-Taster oder per Konsole auf den Werkszustand zurück.


3. Update der Firmware:

Laden Sie die aktuelle Firmware für Ihr Gerät aus dem Download-Bereich herunter und laden dies entweder per LANconfig oder per WEBconfig in Ihr Gerät hoch.

3.1 Firmware-Upload per LANconfig:

3.1.1 Markieren Sie das Gerät in LANconfig, führen einen Rechtsklick aus und wählen im Kontextmenü Firmware-Verwaltung → Neue Firmware hochladen aus.

Es besteht auch die Möglichkeit, die Firmware-Datei per Drag & Drop auf das Gerät zu ziehen.

3.1.2 Wählen Sie die neue Firmware aus und laden diese in das Gerät hoch.


3.2 Firmware-Upload per WEBconfig:

3.2.1 Verbinden Sie sich mit dem Router per WEBconfig und wechseln in  das Menü Dateimanagement → Eine neue Firmware hochladen.

3.2.2 Wählen Sie die neue Firmware aus und laden diese in das Gerät hoch.


4. Hochladen der Skript-Sicherung und Prüfen auf Skript-Fehler:

Verbinden Sie sich mit einem SSH-Client mit dem Gerät. In der Konsolen-Sitzung werden etwaig auftauchende Skript-Fehler ausgegeben, die während des Imports der Skript-Sicherung auftreten.

Alternativ können Sie nach dem Import der Skript-Sicherung auch den Konsolen-Befehl show script error eingeben.

4.1 Hochladen der Skript-Sicherung per LANconfig:

4.1.1 Markieren Sie das Gerät in LANconfig, führen einen Rechtsklick aus und wählen im Kontextmenü Konfigurations-Verwaltung → Aus Skript-Datei wiederherstellen aus.

Es besteht auch die Möglichkeit in LANconfig die Skript-Sicherung per Drag & Drop auf das Gerät zu ziehen.

4.1.2 Wählen Sie die in Schritt 1. erstellte Skript-Sicherung aus und laden diese in das Gerät hoch.


4.2 Hochladen der Skript-Sicherung per WEBconfig:

4.2.1 Verbinden Sie sich mit dem Router per WEBconfig und wechseln in  das Menü Dateimanagement → Konfigurations-Skript anwenden.

Ab LCOS 10.40 finden Sie das Menü in dem Pfad Extras → Dateimanagement → Konfigurations-Skript anwenden.

4.2.2 Wählen Sie die in Schritt 1. erstellte Skript-Sicherung aus und laden diese in das Gerät hoch.


5. Abschließende Schritte:

5.1 Setzen Sie ein neues Passwort, sofern nicht bereits im Vorfeld geschehen.

Das Hauptgeräte-Passwort ist in einer Skript-Sicherung nicht enthalten und muss daher im Nachgang erneut gesetzt werden.

5.2 Prüfen Sie, ob alle von Ihnen verwendeten Funktionen wie gewünscht funktionieren. In Einzelfällen kann es vorkommen, dass weitere manuelle Anpassungen erforderlich sind.

5.3 Sollten Skript-Fehler auf der Konsole gemeldet worden sein (siehe Schritt 4.), wenden Sie sich bitte an den LANCOM Support. Hängen Sie dazu an den Support-Fall folgende Informationen an:

  • Angabe des Geräte-Modells (z.B. 1781EF+).
  • Genaue Angabe der ursprünglichen Firmware-Version (z.B. 8.84 RU2) und auf welche Firmware-Version aktualisiert wurde (z.B. 10.32 RU9).
  • Die in Schritt 1. erstellte Skript-Sicherung.
  • Die Ausgabe der Skript-Fehler als Text-Datei (siehe Schritt 4.).