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Beschreibung:
Dieses Dokument beschreibt die Möglichkeiten von Fehleranalysen bei WWAN-Verbindungen (UMTS und LTE) welche sowohl vor Ort oder auch Remote durchgeführt werden können.
Info

Um eine Remote-Fehleranalyse bei einer WWAN-Verbindung durchführen zu können, ist es zwingend erforderlich, dass das Gerät über eine separate funktionsfähige Internet-Verbindung verfügt (etwa eine xDSL-Verbindung), welche für den Verbindungsaufbau zum Gerät verwendet werden kann.



Vorgehensweise:
Die im Folgenden beschriebenen Möglichkeiten zur Fehleranalyse werden in der Konsole des LANCOM Routers durchgeführt. Viele dieser Parameter können Sie jedoch auch im LANmonitor oder per WEBconfig überprüfen.
Im Pfad /Status/Modem-Mobile können Sie alle Informationen zur WWAN-Verbindung und zum eingebauten WWAN-Modem einsehen.



1. Prüfen, ob eine SIM-Karte korrekt in das Gerät eingesteckt ist:
Mit dem Befehl ls /Status/Modem-Mobile/SIM-inserted können Sie überprüfen, ob eine SIM-Karte im Gerät eingesteckt ist.
  • Yes: SIM-Karte ist eingesteckt
  • No: SIM-Karte ist nicht eingesteckt
Der Pfad /Status/Modem-Mobile/SIM-inserted ist auf allen aktuellen LANCOM-Geräten vorhanden, kann aber auf älteren Geräten bzw. bei älteren Firmware-Versionen fehlen.
Er zeigt die physische Präsenz einer SIM-Karte an, auch wenn die SIM-Karte nicht lesbar ist (aufgrund von elektrostatischer Entladung (ESD), Korrosion, unzureichender Kontakt auf z.B. Nano-SIMs).



2. Prüfen, ob die PIN korrekt eingegeben wurde:
Geben Sie den Befehl ls /Status/Modem-Mobile/Pin-Status ein.



3. Prüfen der aktuellen WWAN-Signalstärke:
Mit dem Befehl ls /Status/Modem-Mobile/Signal können Sie die aktuelle Signalstärke (in dBm) überprüfen.
Informationen zu den Signalstärken und deren Qualität erhalten Sie auf dieser Webseite:



4. Netzwerkscan nach Signalqualität durchführen (im LCOS 8.84 RU8 und ab LCOS 9.10 RU1):
Das Mobilfunk-Interface sucht in einem Scan-Vorgang, welcher manuell in LANmonitor oder der Kommandozeile angestoßen werden muss, alle verfügbaren Mobilfunk-Netze und bucht sich im Mobilfunk-Netz, welches die beste Signalqualität aufweist, ein. Schlägt der Einbuchungsvorgang fehl, verwendet das Mobilfunk-Interface die Halb-automatische Netzauswahl. Weitere Informationen zu den Netzauswahl-Parametern erhalten Sie in diesem Knowledge Base Dokument.
Kommandozeilen-Befehle:
    • do /Status/Modem-Mobile/Scan-Networks -s -f
      Mit diesem Befehl wird eine bestehende WAN-Verbindung über UMTS/LTE zunächst getrennt, anschließend wird ein erweiterter Scan-Vorgang durchgeführt und das beste Netz wird daraufhin ausgewählt und in die Konfiguration übernommen. Dieser Befehl bietet sich in Verbindung mit der Netz-Auswahl "Halb-automatisch" und "Manuell" an. Das gespeicherte Netzwerk gilt auch nach einem Geräte-Neustart (Cold/ Warm boot) bis Scan-Networks -s / -e ausgeführt wird, für alle Modus ausser "Automatisch". Die Ergebnisse des Scans sind unter /Status/Modem-Mobile/Network-List verfügbar.
    • do /Status/Modem-Mobile/Scan-Networks -e -f
      Mit diesem Befehl wird eine bestehende WAN-Verbindung über UMTS/LTE zunächst getrennt und im Anschluss ein erweiterter Scan-Vorgang durchgeführt. Der Parameter -e sorgt dafür, dass das Beste gefundene Netz verwendet, dieses aber nicht in der Konfiguration eingetragen wird. Der Eintrag erfolgt jedoch im Status-Baum.
    • do /Status/Modem-Mobile/Scan-Networks -s
      Mit diesem Befehl wird ein Netzwerk-Scan nur bei einer inaktiven WWAN-Verbindung durchgeführt.


5. Prüfen Sie die Verbindungs-History der WWAN-Verbindungen:
Mit dem Befehl ls /Status/Modem-Mobile/History können Sie sich eine tabellarische Übersicht aller aufgebauten WWAN-Verbindungen anzeigen lassen.



6. Prüfen der aktuellen Routing-Tabelle:
Prüfen Sie mit dem Befehl ls /Status/IP-Router/Act.-IP-Routing-Tab, ob in der Routing-Tabelle eine Default-Route für die WWAN-Verbindung existiert.



7. Durchführung eines Firmware Update auf dem WWAN-Modul:
Für die LANCOM Mobilfunk-Router der Serie LANCOM 178x-4G sowie die Mobilfunkrouter mit 3G-Funkmodul steht ein WWAN Modul Firmware Update bereit, welches eine Aktualisierung mit Verbesserungen für das eingebaute Mobilfunkmodem enthält.


8. Traces zur Analyse anfertigen:
8.1 Verbinden Sie sich mit dem LANtracer mit dem Router und laden die im Anhang befindliche Trace-Konfiguration in das Trace-Modul.
View file
nameUMTS_LTE.lcg
height150
Die Vorgehensweise zur Erstellung von Traces mithilfe einer vorgefertigten Trace-Konfiguration ist in diesem Artikel in der Knowledge Base beschrieben.

8.2 Starten Sie den Trace mit einem Klick auf die Schaltfläche mit dem grünen Pfeil und zeichnen Sie den Fehlerfall auf.

Note

Der Aufbau-Versuch bzw. der Verbindungs-Abbruch muss im Trace enthalten sein!

8.3 Beenden Sie den Trace mit einem Klick auf die Schaltfläche mit dem Stop-Zeichen und speichern diesen mit einem Klick auf die Schaltfläche mit dem Disketten-Symbol ab.


9. Senden der Informationen an den LANCOM Support:

Sollte das Problem mithilfe der in diesem Artikel aufgeführten Schritte nicht gelöst werden können, wenden Sie sich bitte mit Angabe der folgenden Informationen an den LANCOM Support:

  • Uhrzeit des Verbindungsabbruchs bzw. des Verbindungsversuchs
  • Mit der beigefügten Trace-Konfiguration erstellter Trace vom Fehlerfall (*.lct Datei) 
  • Aktuelle Konfigurations-Datei des Routers (*.spf Datei)

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