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Beschreibung:

In diesem Artikel wird beschrieben, wie die VLAN-Konfiguration auf einem Switch der GS-3xxx Serie erfolgt.

Wichtig:
Beachten Sie die Funktionsweise der unterschiedlichen VLAN-Tagging-Modi.


Voraussetzungen:

  • LANCOM Switch der GS-31xx Serie
  • LANCOM Router, welcher mindestens drei ARF-Netzwerke verwalten kann
  • LCOS ab Version 8.50 (download aktuelle Version)
  • LANtools ab Version 8.50 (download aktuelle Version)
  • Beliebiger Web-Browser für den Zugriff auf das Webinterface des GS-3xxx


Szenario:

  • Auf dem LANCOM Router werden drei Netzwerke angelegt mit den VLAN-IDs 1, 2 und 3. Das "Management-Netzwerk" ist hier das INTRANET mit der VLAN-ID 1.

  • Der logischen Schnittstelle LAN-1 auf dem Router wurde der Tagging-Modus Hybrid zugewiesen. 
  • Es wird ein weiterer VLAN-fähiger Switch verwendet, auf dem die VLANs 1-3 ebenso anliegen sollen. Auf diesem Switch wird der Tagging-Modus Trunk verwendet.
  • Die Port-Belegung am Switch gestaltet sich wie folgt:
    • An Port 1 ist der Router angeschlossen.
    • An Port 2 ist der zweite VLAN-fähige Switch angeschlossen.
    • An Port 3 wird ein Endgerät angeschlossen, welches Zugriff zum Netzwerk INTRANET haben soll.
    • An Port 4 wird ein Endgerät angeschlossen, welches Zugriff zum Netzwerk PRODUKTION haben soll.
    • An Port 5 wird ein Endgerät angeschlossen, welches Zugriff zum Netzwerk GASTNETZ haben soll.


Vorgehensweise:

1. Verbinden Sie sich mit dem Webinterface des Switches und wechseln in das Menü VLAN Management → VLAN Configuration.

2. Passen Sie folgende Parameter an:

  • Port 1:
    • Mode: Wählen Sie den Tagging-Modus Hybrid aus, da auf dem Router ebenso Hybrid eingerichtet ist (siehe Szenario).
    • Port VLAN: Hinterlegen Sie die VLAN-ID 1, da das Netzwerk INTRANET (VLAN-ID 1) als "Management-Netzwerk" fungiert.
    • Ingress Acceptance: Wählen Sie im Dropdownmenü Tagged and Untagged aus, da bei Verwendung des Tagging-Modus Hybrid sowohl getaggte als auch ungetaggte Pakete zugelassen werden.
    • Egress Tagging: Wählen Sie Untag Port VLAN aus. Bei Verwendung des Tagging-Modus Hybrid wird ausgehend bei mit der Port VLAN-ID versehenen Paketen (hier die VLAN-ID 1) das VLAN-Tag entfernt.
    • Allowed VLANs: Geben Sie die VLANs 1-3 an, da alle auf dem Router angelegten VLANs übertragen werden sollen.
  • Port 2:
    • Mode: Wählen Sie den Tagging-Modus Trunk aus, da auf dem weiteren Switch ebenso Trunk eingerichtet ist (siehe Szenario).  
    • Port VLAN: Die VLAN-ID kann auf dem Wert 1 belassen werden. Die Port VLAN-ID wird bei Verwendung des Tagging-Modus Trunk nicht verwendet.
    • Ingress Acceptance: Bei Verwendung des Tagging-Modus Trunk ist diese Einstellung ausgegraut und kann nicht geändert werden.
    • Egress Tagging: Wählen Sie Tag All aus. Bei Verwendung des Tagging-Modus Trunk werden ausgehend nur getaggte Pakete versendet.
    • Allowed VLANs: Geben Sie die VLANs 1-3 an, da alle auf dem Router angelegten VLANs an den weiteren Switch übertragen werden sollen.
  • Port 3:
    • Mode: Wählen Sie den Tagging-Modus Access aus, da ein Endgerät angeschlossen werden soll, welches kein VLAN unterstützt.
    • Port VLAN: Hinterlegen Sie die VLAN-ID 1, da ein Zugriff auf das Netzwerk INTRANET mit der VLAN-ID 1 erfolgen soll.
    • Ingress Acceptance: Bei Verwendung des Tagging-Modus Access ist diese Einstellung ausgegraut und kann nicht geändert werden.
    • Egress Tagging: Bei Verwendung des Tagging-Modus Access ist diese Einstellung ausgegraut und kann nicht geändert werden.
    • Allowed VLANs: Bei Verwendung des Tagging-Modus Access ist diese Einstellung ausgegraut und kann nicht geändert werden. Es wird automatisch die Port VLAN-ID hinterlegt.
  • Port 4:
    • Mode: Wählen Sie den Tagging-Modus Access aus, da ein Endgerät angeschlossen werden soll, welches kein VLAN unterstützt.
    • Port VLAN: Hinterlegen Sie die VLAN-ID 2, da ein Zugriff auf das Netzwerk PRODUKTION mit der VLAN-ID 2 erfolgen soll.
    • Ingress Acceptance: Bei Verwendung des Tagging-Modus Access ist diese Einstellung ausgegraut und kann nicht geändert werden.
    • Egress Tagging: Bei Verwendung des Tagging-Modus Access ist diese Einstellung ausgegraut und kann nicht geändert werden.
    • Allowed VLANs: Bei Verwendung des Tagging-Modus Access ist diese Einstellung ausgegraut und kann nicht geändert werden. Es wird automatisch die Port VLAN-ID hinterlegt.
  • Port 5:
    • Mode: Wählen Sie den Tagging-Modus Access aus, da ein Endgerät angeschlossen werden soll, welches kein VLAN unterstützt.
    • Port VLAN: Hinterlegen Sie die VLAN-ID 3, da ein Zugriff auf das Netzwerk GASTNETZ mit der VLAN-ID 3 erfolgen soll.
    • Ingress Acceptance: Bei Verwendung des Tagging-Modus Access ist diese Einstellung ausgegraut und kann nicht geändert werden.
    • Egress Tagging: Bei Verwendung des Tagging-Modus Access ist diese Einstellung ausgegraut und kann nicht geändert werden.
    • Allowed VLANs: Bei Verwendung des Tagging-Modus Access ist diese Einstellung ausgegraut und kann nicht geändert werden. Es wird automatisch die Port VLAN-ID hinterlegt.

Info:
Bei Allowed VLANs können auch nicht zusammenhängende Ports angegeben werden, indem diese durch ein Komma getrennt werden (etwa 1,3,5). Auch können zusammenhängende und nicht zusammenhängende Ports gleichzeitig angegeben werden (etwa 1,3,5-10).

3. Tragen Sie bei Allowed Access VLANs alle VLAN-IDs ein, die auf Ports mit dem Tagging-Modus Access verwendet werden (in diesem Beispiel die VLAN-IDs 1-3). 

Info:
Bei Allowed Access VLANs können auch nicht zusammenhängende Ports angegeben werden, indem diese durch ein Komma getrennt werden (etwa 1,3,5). Auch können zusammenhängende und nicht zusammenhängende Ports gleichzeitig angegeben werden (etwa 1,3,5-10).

4. Klicken Sie nach vorgenommener VLAN-Konfiguration auf Apply, um die Änderungen zu übernehmen.

5. Wechseln Sie in das Menü Maintenance → Configuration → Save Startup-config, markieren bei File Name den Punkt startup-config und klicken auf Save Configuration, um die Konfiguration als Start-Konfiguration zu speichern.

Wichtig: 
Nach einem Neustart des Switches wird immer die Start-Konfiguration geladen. Liegt diese nicht vor, wird die Standard-Konfiguration geladen und der Switch befindet sich wieder im Werkszustand.