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Beschreibung:
Insbesondere in WLAN-Szenarien mit einer hohen Dichte an Endgeräten konkurrieren die Clients um die zur Verfügung stehenden Bandbreite. Dabei wird aktiven Clients seitens des Access Points reihum eine Sendegelegenheit eingeräumt – ohne Berücksichtigung der notwendigen Übertragungszeit. So kommt es, dass langsamere (Legacy) Clients während der Übertragung von Datenpaketen schnellere Clients ausbremsen, obwohl diese in sehr kurzer Zeit ihre Datenübertragung abschließen könnten.
Das Feature Airtime Fairness stellt sicher, dass die zur Verfügung stehende Bandbreite effizient ausgenutzt wird. Dazu werden die WLAN-Übertragungszeiten („Airtime“) unter den aktiven Clients fair aufgeteilt. Die Folge: Dadurch dass alle Clients dieselbe Airtime zur Verfügung haben, können schnellere Clients entsprechend mehr Datendurchsatz in derselben Zeit erreichen.
Dieses Dokument bescheibt, wie Sie bei einem LANCOM Access Point die Airtime Fairness Einstellungen verändern können und was diese bewirken.
Airtime Fairness ist Bestandteil von LANCOM Active Radio Control (ARC).



Voraussetzungen:


Vorgehensweise:
Bei LANCOM Access Points kann der Airtime Fairness Modus im Menü Wireless-LAN > Allgemein > Physikalische WLAN-Einstellungen -> WLAN-Interface X angepasst werden.
Es gibt eine Reihe von Airtime Fairness-Modi zur Auswahl:
  • Round-Robin-Verteilung: Den Clients wird reihum eine Sendegelegenheit (TXOP) eingeräumt.
  • Gleiche Medienzeit (Standardeinstellung): Alle Clients bekommen die gleiche Zeit im Medium zur Verfügung gestellt. Das heißt, dass Clients, die eine bessere Modulation (höhere Datenrate) verwenden in der gleichen Zeit auch entsprechend mehr Datendurchsatz erreichen.
  • 802.11n bevorzugen: IEEE 802.11n-Clients werden im Verhältnis zu anderen (älteren) Clients priorisiert behandelt. Clients, die nur IEEE 802.11a oder IEEE 802.11g nutzen, erhalten im Verhältnis zu einem IEEE 802.11n-Client nur 1/4 der Medienzeit und Clients, die IEEE 802.11b nutzen, nur 1/16. So wird erreicht, dass 11n-Clients besonders schnell mit der Datenübertragung fertig sind.
  • Gleiches Medienvolumen: Hierbei wird den Clients die Medienzeit so zugewiesen, dass alle den gleichen Datendurchsatz erreichen. Dies hat zur Folge, dass schnellere Clients von langsameren Client "heruntergebremst" werden. Dies ist also nur in Spezialfällen sinnvoll, wo sichergestellt werden soll, dass alle Clients den gleichen Datendurchsatz erreichen.
Die LANCOM Geräte, die IEEE 802.11ac-fähige Module enthalten, setzen für die 11ac-Module bereits auf Seiten der Hardware einen zur "Gleichen Medienzeit" äquivalenten Algorithmus ein, um die Medienzeit auf die einzelnen Clients zu verteilen.